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Mit ihrem zweiten Grand Slam Sieg wieder auf Platz 1 der Weltrangliste

16. - 19.01.2014 // Rollstuhltennis
Grand Slam Melbourne
Sabine gewinnt die Australian Open in Melbourne

Schon vor ihrem Start nach Australien hatte Sabine - die eigentlich sehr vorsichtig mit Prognosen ist - in einem Interview gesagt, dass sie sich mit ihrem Gerry Weber Breakpoint Team in Halle Westfalen gut vorbereitet hat und derzeit ihr ”bisher bestes Tennis spielt”.

Eine erste Bestätigung ihrer Form hat sie dann umgehend mit dem Erreichen des Finales bei den Sydney Open geliefert und sich, auch durch die verletzungsbedingte Aufgabe bei den Melbourne Open im Halbfinale gegen die Britin Lucy Shuker bei einer 6:2/4:3 Führung, nicht aus der Ruhe bringen lassen. Grund der Verletzung war übrigens eine Stauchung des Daumens an der rechten Hand, der beim Match in die Speichen geraten war. Auch der steife Hals, der sich beim Aufstehen am Morgen ihres ersten Matches bei den Australian Open gegen K. Montjane (RSA) bemerkbar machte, konnte sie nicht von ihrer Linie abbringen. Mit Unterstützung des Turnierarztes, ihrer Physiotherapeutin Christine Douglas aus Kalifornien und einer Schiene für den gestauchten Damen, die sie sich extra hatte anfertigen lassen, ging sie in das erste Match des Grand Slam in Melbourne und siegte ohne größere Probleme mit 6:1/6:3 gegen ihre Doppelpartnerin K. Montjane aus Südafrika. Damit stand sie im Halbfinale gegen J. Whiley (GBR). Trotz der immer noch andauernden Probleme (Daumen und Hals) hatte J. Whiley gegen eine konzentriert und gut spielende Sabine an diesem Tag keine Chance. Mit 6:1/6:1 hatte die Bielefelderin in ihrem 4. Grand Slam in Folge das Finale erreicht (Melbourne, Paris, New York, Melbourne). Im vergangenen Jahr musste sich Sabine übrigens im Finale in Melbourne nach drei ganz ”engen” Sätzen gegen die Holländerin Aniek Van Koot geschlagen geben. Finalgegnerin am Samstag war die Japanerin Yui Kamiji, die sich innerhalb der letzten Wochen - auch mit ihrem Sieg beim Masters im November in den USA - auf Platz drei der Rangliste gespielt hatte. Da die bisherige Nummer 1 und Titelverteidigerin Van Koot wegen einer Verletzung nicht nach Australien gekommen war, ging es bei dem Finale in Melbourne nicht nur um den Turniersieg, sondern die Gewinnerin würde auch die neue Nummer 1 der Rangliste werden.

Grand Slam Melbourne
Sabine hatte einen guten Start, machte sofort ein Break und legte bei eigenem Aufschlag ein 2:0 vor. Kamiji ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen, glich aus und gewann den ersten Satz mit 6:3. Entscheidend dafür war auch, dass Sabine in dieser Phase zu viele Doppelfehler machte und in Folge zwei Aufschlagspiele abgeben musste. Im ersten Spiel des zweiten Satzes ”gönnte” Sabine sich noch einmal zwei Doppelfehler und musste ihr Aufschlagspiel der Japanerin überlassen. Mit einem Rebreak und einem überzeugenden Aufschlagspiel ging sie dann aber 2:1 in Führung, konnte dann zwar einen 2:2 Ausgleich nicht verhindern, ließ sich aber ab jetzt die Führung nicht mehr nehmen und schaffte mit 6:4 den Satzgleichstand.

Die Bielefelderin wurde zunehmend sicherer und selbstbewusster und steckte ohne Probleme das 3. Spiel im entscheidenden 3. Satz ”weg”, als Kamiji nach fünf Spielbällen von Sabine ihren 2. Spielball verwandelte und auf 1:2 verkürzte. Ab jetzt ”marschierte” Sabine unaufhaltsam weiter, konsequent und überzeugend. Beim Stand von 5:1 und eigenem Aufschlag musste sie zwar noch einmal deutlich (0:40) ein Spiel abgeben (2:5), verwandelte dann aber bei Aufschlag Kamiji den ersten von zwei Matchbällen zum Turniersieg, dem zweiten Grand Slam Sieg ihrer Laufbahn und - wie schon erwähnt - sie steht nach 140 Tagen wieder auf Platz 1 und sie kann richtig stolz sein, denn der Dreisatzsieg heute gegen die Japanerin Yui Kamiji (3:6/6:4/6:2) war verdient und im dritten und entscheidenden Satz absolut überzeugend.

Viel Zeit zum Feiern hat Sabine in Melbourne nicht. Bundestrainer Christoph Müller, der Sabine in Melbourne betreut und gecoacht hat, musste ihr helfen, dass sie nach der Siegerehrung und der Pressekonferenz noch pünktlich zum Flieger nach Frankfurt kam, schließlich hatte sie am Montag ab 8 Uhr wieder normalen Unterricht...
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